Was ist eine B2B-Commerce-Plattform – und warum Shops nicht ausreichen
Viele Unternehmen starten ihre digitale Vertriebsstrategie mit einem klassischen B2B-Shop. Produkte werden online dargestellt, Bestellungen digital entgegengenommen – zunächst scheint das ausreichend. Doch spätestens bei individuellen Preisen, komplexen Freigabeprozessen, ERP-Integration oder branchenspezifischen Anforderungen stoßen klassische Shop-Ansätze an ihre Grenzen.
Der Grund dafür ist einfach: Ein B2B-Shop bildet einen Verkaufskanal ab. Eine B2B-Commerce-Plattform bildet Geschäftsprozesse ab.
Definition: Was ist eine B2B-Commerce-Plattform?
Eine B2B-Commerce-Plattform ist eine digitale Plattform, die alle relevanten Geschäftsprozesse zwischen Unternehmen abbildet und eng mit bestehenden Systemen wie ERP, PIM oder eProcurement-Lösungen integriert ist. Sie geht deutlich über die Funktionen eines klassischen Online-Shops hinaus und bildet Einkauf, Vertrieb, Service und After-Sales als zusammenhängendes System ab.
Im B2B E-Commerce umfasst eine Plattform daher unter anderem:
- kundenspezifische Preise und Sortimente
- rollenbasierte Zugriffe und Freigaben
- ERP-integrierte Bestell- und Belegprozesse
- PunchOut-Szenarien und Automatisierung
- digitale Service- und Ersatzteilprozesse
Eine Plattform ist dabei nicht auf einen einzelnen Kanal beschränkt, sondern verbindet Webshop, Kundenportal, mobile Anwendungen und ERP-Systeme zu einem konsistenten Gesamtprozess.
Warum klassische (B2B-)Shops nicht ausreichen
1. Fehlende ERP-Systemführung
Klassische Shops sind häufig shop-zentriert aufgebaut. Preise, Verfügbarkeiten oder Kundenrechte werden im Shop gepflegt und nur teilweise mit dem ERP synchronisiert. Das führt zu:
- redundanter Datenpflege
- inkonsistenten Preisen
- erhöhtem Wartungsaufwand
Moderne B2B-Commerce-Plattformen setzen dagegen auf ERP-First, bei dem das ERP das führende System bleibt.
2. Begrenzte Abbildung komplexer Prozesse
B2B-Geschäftsprozesse sind selten linear. Typisch sind:
- mehrstufige Freigaben
- unterschiedliche Rollen (Einkauf, Technik, Buchhaltung)
- kundenspezifische Konditionen
- Angebots- und Belegprozesse
Diese Anforderungen lassen sich mit klassischen Shop-Logiken nur schwer oder gar nicht abbilden. Plattformen integrieren dafür gezielte Funktionen wie Rollen- und Rechteverwaltung, Freigabe-Workflows oder Belegmanagement.
3. Keine Skalierung über Anwendungen hinweg
Ein Shop ist meist auf den Bestellprozess fokussiert. In der Praxis benötigen Unternehmen jedoch zusätzliche Anwendungen:
- Kundenportal für Self-Service
- PunchOut-Anbindungen an ERP- und eProcurement-Systeme
- mobile Bestell-Apps
- KI-gestützte Suche und Beratung
- Ersatzteil- und After-Sales-Services
Eine B2B-Commerce-Plattform wie avanta verbindet diese Anwendungen modular und konsistent.
Die Rolle von Funktionen statt Features
Im B2B-Umfeld ist nicht die Anzahl von Features entscheidend, sondern die Tiefe und Verzahnung von Funktionen. Zentrale Plattform-Funktionen sind unter anderem:
- Variantenmanagement für komplexe Produkte
- kundenspezifische Preis- und Sortimentslogiken
- Freigabe- und Berechtigungsmodelle
- ERP-integrierte Bestell- und Belegprozesse
Diese Funktionen bilden das Fundament für skalierbare Anwendungen in unterschiedlichen Branchen – vom Maschinenbau bis zur chemischen Industrie.
Branchenperspektive: Warum Plattformen unverzichtbar sind
Je komplexer Produkte und Prozesse werden, desto deutlicher zeigt sich der Unterschied zwischen Shop und Plattform:
- Chemische Industrie: regulatorische Anforderungen, Chargen- und Sicherheitsdaten
- Maschinenbau: Ersatzteil-Service, Baugruppen, Varianten
- Normteile & Werkzeughandel: hohe Artikelvielfalt, Automatisierung
- Verpackungsindustrie: kundenspezifische Konfigurationen und Einheiten
In all diesen Branchen ist eine isolierte Shop-Lösung nicht ausreichend, um Prozesse effizient und langfristig digital abzubilden.
Fazit: Plattform statt Kanal denken
Ein B2B-Shop ist ein Einstieg in den digitalen Vertrieb. Eine B2B-Commerce-Plattform ist die Voraussetzung für:
- skalierbare Prozesse
- konsistente ERP-Integration
- langfristige Erweiterbarkeit
- echte digitale Kundenerlebnisse
Unternehmen, die B2B-Commerce strategisch angehen, sollten daher nicht fragen:
„Welchen Shop brauchen wir?“, sondern
„Welche Plattform bildet unsere Geschäftsprozesse nachhaltig ab?“
avanta – die B2B-Commerce Plattform
avanta ist genau für den hier beschriebenen Plattform-Ansatz konzipiert. Als ERP-First-B2B-Commerce-Plattform verbindet avanta modulare Anwendungen, integrierte Prozesse und branchenspezifische Anforderungen in einem durchgängigen System. So lassen sich B2B-Geschäftsprozesse ganzheitlich digital abbilden – weit über die Möglichkeiten klassischer Shops hinaus.
